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Modellregion Pflege – Gegen den Trend / Vorstellung des Teilprojektes „euregionaler Arbeitsmarkt und Kompetenzcampus für die Pflegeberufe: future proof for cure and care“.

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Gegen den Trend wachsender Problemlagen in den Gesundheitsberufen hat sich Aachen als Modellregion Pflege – für die Zukunft der Pflegeberufe - auf den Weg gemacht. Gute Voraussetzungen hierfür bietet Aachen in besonderer Weise mit Blick auf die Potenziale der Aachener Pflegeeinrichtungen, den spannenden Modellprojekten aus dem regionalen Entwicklungsgeschehen des Netzwerkes "Ideenzirkel Zukunft der Pflegeberufe". 

Eines dieser Modellprojekte der Pflegeregion Aachen ist das INTERREG IVA Projekt „euregionaler Arbeitsmarkt und Kompetenzcampus für die Pflegeberufe: future proof for cure and care“. Unter Federführung der Provinz Limburg wurde dieses Projekt mit über 25 euregionalen Partnern befördert, um die Herausforderungen, Chancen und Potenziale des euregionalen Pflegearbeitsmarktes zu nutzen. Insgesamt stehen dem Vorhaben rund 3,6 Millionen Euro zur Verfügung. 

Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um dem Fachkräftemangel in der Pflege zu begegnen. So enthält das Vorhaben verschiedene Maßnahmen, die sich gegenseitig verstärken und mittelbar wie unmittelbar dazu beitragen, das Berufsbild Pflegender attraktiver zu gestalten und das Image der Pflegeberufe in der öffentlichen Wahrnehmung zu verbessern.

Akteure: 

Unter Federführung der Provinz Limburg wurde das Projekt mit über 25 euregionalen Partnern entwickelt. Koordiniert wird das Projekt auf deutscher Seite durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen. Weitere Partner aus Deutschland sind unter anderem das Universitätsklinikum, das Luisenhospital, die Katholische Hochschule, die AGIT und die StädteRegion. Vernetzt ist das Projekt darüber hinaus mit dem Aachener Ideenzirkel Zukunft der Pflegeberufe, um gemeinsam die Modellregion Pflege zu verwirklichen und – gegen den Trend – wachsender Problemlagen in den Pflegeberufen anzugehen.

Ergebnisse: 

Die Ziele des INTERREG IVA Projektes

Ziel 1: Erhöhung der Fachkraftquote in der Pflege durch Aufstiegsqualifizierung
Es sollen unter anderem neue Qualifizierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten in der Pflege mit besonderem Blick auf den euregionalen Arbeitsmarkt entwickelt werden. Ziel ist, die Durchlässigkeit zu Höherqualifizierungen zu verbessern, ausgehend von der Laienqualifizierung über die Helferqualifizierung hin zur dreijährigen Ausbildung/Studium. Hierfür werden euregionale Empfehlungen entwickelt und entsprechende Informationskampagnen gestartet.

Ziel 2: Verbesserung beruflicher Perspektiven Pflegender
Neben der Höherqualifizierung steht aber ebenso bedeutsam die horizontale Ausdifferenzierung von Qualifizierung, um die Berufsperspektiven Pflegender vielfältiger und somit attraktiver zu gestalten. Hier sollen verschiedene Pilotqualifizierungen, bspw. im Bereich Demenz, Palliativ, Onkologie etc. auf den Weg gebracht werden. Darüber hinaus wird ein euregionaler Austausch von Studenten/Auszubildenden oder aber Beschäftigten gefördert, um das Gesundheitssystem und die Strukturen des jeweiligen anderen Landes kennen zu lernen und den Aspekt des euregionalen Arbeitsmarktes als weiteren Pluspunkt einer Beschäftigung in der Pflege aufzuzeigen.

Ziel 3: Berufsmarketing, Imageverbesserung und Information 
Flankiert wird das Projekt durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen, Events wie Gesundheitsberufsmessen in den jeweiligen Partnerländern oder Aktionen an allgemein bildenden Schulen. Von besonderer Bedeutung ist darüber hinaus ein gutes Kommunikationsnetz zwischen den Verbundpartnern, strategischen Partnern und politischen Stakeholdern.