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Prävention für Menschen mit Migrationshintergrund / Schwerpunkt Diabetes

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Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) vermittelt mit diesem Projekt Informationen zu Gesundheitsthemen, die sprachliche und kulturelle Besonderheiten berücksichtigen. Hierfür werden ehrenamtliche Gesundheitsmediatorinnen und -mediatoren geschult sowie medizinisches Fachpersonal fortgebildet. Landesweit entsteht ein Netzwerk von Institutionen und Dienstleistungen, um die Gesundheitsförderung von Migrantinnen und Migranten nachhaltig zu unterstützen.

Akteure: 

Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)

Ergebnisse: 

Um die Bedürfnisse von Menschen mit Migrationshintergrund im medizinischen Kontext berücksichtigen zu können, ist es wichtig, die kulturellen Unterschiede zu kennen. Dazu gehören beispielsweise die Unterschiede in der Wahrnehmung von Körper und Seele sowie die sprachlichen Barrieren. Dieses Wissen soll bei der individuellen Behandlung von Migrantinnen und Migranten zukünftig stärker berücksichtigt werden.

Dabei muss der Zugang zu Migrantinnen und Migranten über deren alltägliche Lebenswelt gesucht werden. Über Kultur, Religion, Sport und Ernährung werden Gesundheitsthemen lebensnah transportiert. Diabetikern und Personen mit einem erhöhten Risiko für die Erkrankung Diabetes kommt eine besondere Rolle zu.

Landesweit werden sechs lokale und regionale Netzwerke in Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz, Trier und Worms aufgebaut. Die Netzwerke vor Ort bilden ehrenamtliche Gesundheitsmediatoren aus. Die Mediatorinnen und Mediatoren sensibilisieren in ihrem Lebensumfeld für Gesundheitsthemen. Dabei geben sie ihr erworbenes Wissen Migrantinnen und Migranten weiter. Sie begleiten die Menschen auf ihrem Weg durch das deutsche Gesundheitswesen. Durch Schulungen von Fachpersonal im Gesundheitswesen werden auch Menschen ohne Migrationshintergrund erreicht. Dabei stehen praxisnahe Kompetenzen im Vordergrund, die eine kultursensible Öffnung bestehender medizinischer Angebote unterstützen.

Das Projekt ist so angelegt, dass nach der Aufbauphase stabile Strukturen vorhanden sind, um die Arbeit fortzuführen. Die beteiligten Institutionen und Personen können die Kommunikationswege, die durch die Vernetzungsarbeit gewachsen sind, weiterhin zum fachlichen Austausch nutzen. Die Informationsmaterialien werden stetig weiterentwickelt und zukünftig in Form einer Online- Akademie zur Verfügung stehen.